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Woher weiß ich, ob sich mein Kind normal entwickelt?
Um mögliche Entwicklungsverzögerungen zu erkennen, kann die Entwicklung Ihres Kindes mit der Entwicklung der meisten Gleichaltrigen verglichen werden. Diese Entwicklungsmeilensteine sind Fähigkeiten, die in einem bestimmten Alter erwartet werden (z. B. Sprechen, Laufen, Lächeln). Die CDC und die American Academy of Pediatrics empfehlen regelmäßige und fortlaufende Entwicklungsbeobachtungen und -untersuchungen. Um Eltern zu helfen, festzustellen, ob ihr Kind altersgerecht entwickelt ist, bietet www.cdc.gov/actearly Listen mit Entwicklungsmeilensteinen für Kinder von 2 Monaten bis 5 Jahren an. Dort steht auch die kostenlose App „Meilenstein-Tracker“ zur Verfügung, mit der die Entwicklung des Kindes dokumentiert werden kann. Sollten Verzögerungen vorliegen, sind eine frühzeitige Erkennung und Förderung entscheidend und können einen bedeutenden und nachhaltigen Einfluss haben. Bitte besprechen Sie alle Fragen oder Bedenken mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin.
Viele Eltern von Kindern, bei denen schließlich Autismus diagnostiziert wurde, machten sich Sorgen, wenn ihr Kind bestimmte Meilensteine nicht erreichte, z. B. auf seinen Namen zu reagieren, Augenkontakt herzustellen, Geräusche oder Handlungen nachzuahmen oder zu sprechen. Auch andere Kinder waren möglicherweise in bestimmten Bereichen ihrem Alter voraus, in anderen jedoch hinterher. Beispielsweise kann ein Kind mit Autismus in der Lage sein, ein Puzzle mit Leichtigkeit zu vervollständigen, zeigt aber kein Interesse daran, diese Errungenschaft mit anderen zu teilen. Ein anderer hat möglicherweise keine Sprachverzögerung, hat aber Schwierigkeiten, sich zu unterhalten oder mit anderen zu spielen. Während die meisten später diagnostizierten Kinder feststellten, dass sie die ganze Zeit hinter ihren Meilensteinen zurückgeblieben waren, hatten 25-30 % mit 12-18 Monaten typische Fähigkeiten, die sich dann jedoch deutlich zurückbildeten.
Laut CDC sollten Pflegekräfte auf die folgenden Warnsignale achten.
Kinder mit ASS könnten nicht:
Darüber hinaus können sie:
Es gibt spezifische forschungsbasierte und effektive Methoden, um Kindern mit Autismus Fähigkeiten beizubringen. Obwohl es keine „Heilung“ gibt, können eine frühzeitige Diagnose und geeignete Intervention die Fähigkeiten und die Lebensqualität erheblich verbessern. Betreuer werden ermutigt, sich sofort zu melden, wenn sie Bedenken haben. Der erste Schritt besteht darin, ihren Kinderarzt um ein Entwicklungsscreening zu bitten, um zu sehen, ob eine autismusspezifische Bewertung gerechtfertigt ist.
Was beinhaltet der diagnostische Prozess?
Die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde empfiehlt, dass Kinderärzte im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen im Alter von 18 und 24 Monaten sowie immer dann, wenn Eltern Bedenken äußern, ein Screening auf Autismus-Spektrum-Störung (ASS) durchführen. Dazu befragen sie die Eltern nach der Entwicklung ihres Kindes im Hinblick auf typische Meilensteine. Sie können ein Screening-Instrument wie die Modified Checklist for Autism in Toddlers ( M-CHAT ) oder die Childhood Autism Rating Scale (CARS) verwenden. Sollte das Screening Hinweise auf Autismus liefern, kann der Kinderarzt eine multidisziplinäre Abklärung des Kindes empfehlen.
Derzeit gibt es keine medizinischen Tests zur Diagnose von Autismus, daher verwenden spezialisierte Diagnostiker (Neurologen, Psychologen, Entwicklungspädiater oder Psychiater) spezielle Beobachtungsinstrumente, um festzustellen, ob die Person die Kriterien erfüllt. Der Goldstandard ist der Autism Diagnostic Observation Schedule/Autism Diagnostic Interview-Revised (ADOS/ADI-R). Diese Tools unterstützen den Diagnostiker bei der Beobachtung der Person in verschiedenen Szenarien und bei der ausführlichen Befragung der Pflegekraft. Obwohl die meisten Kinder sind, können Personen in jedem Alter diagnostiziert werden. Um sich für die Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung* zu qualifizieren, muss die Person die Kriterien des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) erfüllen. Eine Autismus-Diagnose enthält eine Notation der Stufe 1, 2 oder 3, um die erforderliche Unterstützungsstufe zu beschreiben. (Level 3 bedeutet, dass sehr umfangreiche Unterstützung erforderlich ist.)
* Im Jahr 2013 wurde die Autismus-Spektrum-Störung zur offiziellen Diagnose und ersetzte diese zuvor verwendeten Begriffe: autistische Störung (Autismus), Asperger-Störung, tiefgreifende Entwicklungsstörung, nicht anders spezifizierte tiefgreifende Entwicklungsstörung und desintegrative Störung der Kindheit.
